Letztes Update:
20220127220332

08:07
23.10.2021
Der nahende Winter lässt nach Einschätzung von Volkswirten führender deutscher Finanzinstitute die Konjunktur in Deutschland frösteln. "Die deutsche Wirtschaft wird sich in den kommenden Monaten warm anziehen müssen", sagt Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.  "Wir erwarten eine Fortsetzung der herbstlichen Abkühlung", sagt sie. Es werde jedoch keinen winterlichen Absturz geben, wie im vergangenen Jahr. Eine abgeschwächte Nachfrage aus China verschärfte das Problem. Auch Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research sieht vor allem wegen der hohen Energiepreise und der weltweiten Lieferengpässe, etwa bei Mikrochips, keine schnelle Erholung. "Vor Ende des Frühjahrs 2022 ist keine wesentliche Entspannung zu erwarten." Und die Chefvolkswirtin der staatlichen Bankengruppe KfW, Fritzi Köhler-Geib ergänzt: "Die weitere Erholung wird sich zäher gestalten als im Frühjahr erwartet." Bisher sei nur schwer absehbar, wie lange die Materialengpässe und Produktionsstörungen auf den Weltmärkten anhielten.

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07:41
23.10.2021
Der Außenhandelsverband BGA rechnet trotz Materialmangels und Störungen der globalen Lieferketten mit einem kräftigen Exportwachstum in diesem Jahr. "Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet und sehen deshalb trotz einer Abschwächung derzeit keine Anzeichen, unsere Prognose eines nominalen Wachstums von 13 Prozent zu kassieren", sagt der neue Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Dirk Jandura, der Deutschen Presse-Agentur. Die Warenausfuhren würden damit das Niveau vor der Corona-Krise überschreiten. Der Verband erwartet, dass die Lieferkettenprobleme bis Mitte kommenden Jahres anhalten. "Wir sehen steigende Containerpreise, steigende Frachtraten, Mangel an Vorprodukten wie Halbleiter und immer massivere Engpässe bei Lkw-Fahrern. Wir haben es mit einer Vielzahl von Problemen zu tun", berichtet der promovierte Diplom-Kaufmann, der seit Anfang Oktober an der Spitze des BGA steht.

06:03
23.10.2021
Der Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland sorgt weiter für Diskussionen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt der Passauer Neuen Presse, die Ankündigung in einer Phase, in der es steigende Infektionszahlen, Impfdurchbrüche, stagnierende Impfquoten und andere Probleme gebe, habe ihn überrascht.
Sollte die Feststellung der epidemischen Notlage tatsächlich auslaufen, fordert er eine Ersatzregelung. Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung müssten rechtssicher bleiben, sagte Lauterbach.

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