Die
Corona-Lockdowns haben aus Sicht des österreichischen
Literaturnobelpreisträgers Peter Handke die
Einsamkeit der Alten dramatisch gesteigert. "Mir kommt alles so falsch vor. Man sieht fast nur noch die Jungen unterwegs, und es gibt unendlich vereinsamte Alte", sagt der in Frankreich lebende Schriftsteller im Interview mit dem Wiener
"Kurier". "Wenn ich daran denke, wie man die Leute im Altersheim hat sterben lassen! Für mich müsste man die
Verantwortlichen vor das Völkergericht stellen."
Er selbst habe für mehr Bewegungsfreiheit von seinem Verlag einen
"Schwindelzettel" bekommen. Darauf habe gestanden, er sei nachts
unterwegs, um ein großes Werk zu schreiben.