Stiko-Chef Thomas Mertens warnt vor zu wenig Grippeschutz bei Risikogruppen in Deutschland. Bislang lägen die Grippe-Impfquoten auch gemessen an internationalen Empfehlungen zu niedrig, sagt Mertens. Obwohl es in der vergangenen Grippesaison Verbesserungen gegeben habe, lägen die Influenza-Impfquoten bei Menschen über 60 leider nur bei 30 bis 40 Prozent. "Das ist wirklich zu wenig", so Mertens.
Denn es könnte nach dem Ausbleiben in der vergangenen Saison nun eine stärkere Grippewelle geben. Grippeimpfungen werden neben Älteren unter anderem auch chronisch Kranken, Schwangeren, medizinischem Personal, pflegenden Angehörigen und Menschen empfohlen, die beruflich mit viel Publikumsverkehr zu tun haben. Es gebe dabei Hühnerei-basierte und Zellkultur-basierte Impfstoffe sowie einen Lebendimpfstoff, erläutert Mertens. Das sei eine breite Palette. Bei Totimpfstoffen könne der Grippeschutz auch zeitgleich mit einer Corona-Impfung gegeben werden - dann in den linken und rechten Oberarm.