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17:33
30.09.2021
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt angesichts von teils nicht ausreichenden Impfquoten vor einer verschlechterten Corona-Lage in Europa in diesem Herbst. Nur 61,1 Prozent der Gesamtbevölkerung in der EU und den damit eng verknüpften Ländern Norwegen, Island und Liechtenstein seien bislang vollständig geimpft, teilt die in Stockholm ansässige Behörde mit.
Länder, deren Impfquote im oder unter dem momentanen EU-Durchschnitt lägen und die in den nächsten zwei Wochen Pläne zur Lockerung von Corona-Maßnahmen hätten, liefen hohe Gefahr, bis Ende November einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen, Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle zu erleben.

16:12
30.09.2021
Bruce Aylward, Berater des WHO-Generalsekretärs für Impffragen, verlangt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mehr Transparenz der Herstellerfirmen über ihre Produktion und Lieferungen und beklagt Marktmanipulationen zulasten der Impfinitative Covax. Die sollte eigentlich für eine faire weltweite Verteilung der Impfstoffe sorgen.

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, bis Ende September zehn Prozent der Menschen in allen Ländern geimpft zu haben, wird jedoch verfehlt. Covax habe Verträge über die Lieferung von hunderten Millionen Impfdosen unterzeichnet, warte aber anders als wohlhabende Länder auf Zustellung, so Aylward. "Irgendjemand manipuliert den Markt", sagt er. "Der größte Käufer sitzt auf dem Geld, hat Verträge unterzeichnet und wird nicht beliefert - da passiert etwas Seltsames im Markt."

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