Aus Ärger über Corona-Beschränkungen hat die russische Delegation ihre persönliche Teilnahme an einer anstehenden Sitzung eines Europarat-Gremiums im französischen Straßburg in Frage gestellt. "Unter dem Vorwand von Hygienemaßnahmen" seien die mit dem russischen Präparat Sputnik V geimpften Politiker in Straßburg in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, schrieb der Leiter der Delegation, Pjotr Tolstoj, im sozialen Netzwerk Telegram. Sputnik V ist in der EU bislang nicht zugelassen.
In Frankreich sind beispielsweise Restaurant- und Barbesuche nur mit Test-, Impf- oder Genesungsnachweis möglich. Für den Impfnachweis gelten nur in der Europäischen Union zugelassene Impfstoffe. Ein Sprecher des Europarats bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass für die Teilnahme an der Sitzung selbst jedoch jedes Vakzin akzeptiert werde, das in einem der Mitgliedstaaten zugelassen sei - "was natürlich auch Sputnik einschließt".