Brasilianische
Obdachlose haben vorübergehend das
Gebäude von Brasiliens Aktienbörse in der Wirtschaftsmetropole
São Paulo besetzt. Die Idee sei es, mit der Demonstration auf das
Ausmaß des Hungers in Brasilien hinzuweisen, während die Reichsten des Landes immer reicher würden, zitierte die Zeitung
Folha de S. Paulo die Organisatoren von der "Bewegung Obdachloser Arbeiter" (MTST) und der "Bewegung Volk ohne Angst" (Frente Povo sem Medo). Die Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro sei die Ursache für diesen Prozess.
In der Corona-Pandemie in Brasilien war der Hunger mit voller Wucht zurückgekehrt.
19 Millionen Brasilianer leiden unter Hunger, wie aus einer Studie des Brasilianischen Forschungsnetzwerks für Ernährungssicherheit (Rede PENSSAN) aus dem April hervorgeht. Zudem nahm in Metropolen wie São Paulo und Rio de Janeiro die Obdachlosigkeit enorm zu.