Brasiliens Präsident
Jair Bolsonaro hat bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung
mit Aussagen über sein Vorgehen in der Corona-Pandemie verwundert. "Wir verstehen nicht, warum viele Länder gegen diese Behandlung sind", hob Bolsonaro in New York etwa den vorbeugenden Einsatz von Medikamenten hervor, deren Wirksamkeit gegen das Coronavirus nicht nachgewiesen ist.
Der rechtsradikale Staatschef hat mehrmals betont, dass er
selbst noch nicht gegen Corona geimpft ist. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schickte eine Botschaft an Bolsonaro, indem er sagte: "Man muss sich impfen lassen, wenn man hierher kommen will." Bei den UN gilt das
"Ehren-System": Wer das Gebäude in New York betritt, bestätigt damit etwa, in den
zehn Tagen zuvor nicht positiv getestet worden zu sein.
Zugleich hob Bolsonaro, der zu Beginn seiner Rede eine Schutzmaske trug, jedoch hervor, wie seine Regierung im Kampf gegen die Pandemie vorangekommen sei. "Bis November wird jeder, der sich in Brasilien für eine Impfung entschieden hat, drankommen", sagte er.