Die Schriftstellerin Irina Liebmann hat den Umgang mit der Kultur in Deutschland in Corona-Zeiten beklagt. Der sofortige Verzicht auf die gesamte Kultur 2020 wäre nicht nötig gewesen, sagt sie bei der Eröffnung der Uwe-Johnson-Literaturtage 2021 in Neubrandenburg.
Sie nehme Deutschland als äußerst gespaltenes Land wahr: Es werde gesund oder krank, in geimpft oder ungeimpft eingeteilt. In solchen Zeiten zu schreiben oder zu malen, sei sehr schwierig. "Der Tod ist so in das Bewusstsein geschoben worden wie sonst nur in Kriegszeiten."