Der Deutsche Hausärzteverband steht einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin offen gegenüber. "Aus hausärztlicher Sicht sprechen zwei klare Vorteile dafür, die Corona- wie die Influenzaimpfung möglichst zeitgleich zu verabreichen", sagt der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der Deutschen Presse-Agentur. "Zum einen bestünde andernfalls die Gefahr, dass manche Patientinnen und Patienten nur eine der beiden Impfungen wahrnehmen." Außerdem wäre es aus organisatorischer Sicht "einfacher und würde gleichzeitig das mögliche Ansteckungsrisiko durch die Vermeidung eines zusätzlichen Impftermins reduzieren", so Weigeldt.
Einzelne Hausärzte sehen das aber durchaus anders. Sie impfen als Vorsichtsmaßnahme weiterhin mit 14 Tagen Abstand gegen Grippe und Corona. Eine generelle Stiko-Empfehlung zum Vorgehen soll es nach Angaben des Robert Koch-Instituts noch im September geben.