Zu Beginn der bundesweiten Corona-Impf-Aktionswoche betonen Experten die Notwendigkeit, mit niedrigschwelligen Informationsangeboten noch Ungeimpfte anzusprechen. "Wir wollen die Menschen aufsuchen. Das ist sicherlich eine gute Idee, aber sie muss kombiniert werden mit guter Aufklärung, mit aktiver Aufklärung", sagte Cornelia Betsch, Expertin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt. Informationen, die bei Zögernden und Unentschlossenen Vertrauen für eine Impfung schaffen könnten, müssten auch für Menschen, deren erste Sprache nicht deutsch sei, gut verständlich sein.
Wichtig sei es auch, die Impfdebatte "raus aus dieser politischen Arena wieder mehr zu einem Gesundheitskontext" zu bekommen, so die Expertin. Als Absender von Informationen müssten Ärzte und Wissenschaftler, nicht Politiker im Fokus stehen. "Impfen ist eine wichtige Gesundheitsentscheidung, keine politische Entscheidung oder politisches Statement", betonte Betsch.