Nach der Corona-Zwangspause gibt es für Musiker wieder mehr Auftrittsmöglichkeiten - Klassik-Starpianist
Igor Levit (34) sieht die Lage dennoch zwiespältig. "Es ist ein bisschen schizophren.
Auf der einen Seite ist es natürlich beglückend, wieder Musik machen zu können, dem nachzugehen, was ich liebe.
Gleichzeitig war der Preis, den die Menschen auf und auch hinter der Bühne zahlen mussten, ein extrem hoher", sagt Levit im Interview der
Deutschen Presse-Agentur. "Wenn bei den Auftritten die Auslastung, aus nachvollziehbaren Gründen, sehr gering ist, müssen zum Beispiel Konzerte gedoppelt werden. Und das ist einfach mental grenzwertig." Für alle, die solche Konzerte möglich machen - Bühnenarbeiter, Agenturen, Veranstalter, Künstler -, sei das sehr schwer. "Insofern war das bisher ein beglückender und zugleich erschöpfender Sommer."