Letztes Update:
20220127220332

12:25
02.09.2021
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie hat sich dafür ausgesprochen, dass Arbeitgeber vorübergehend den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Das sagt Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis vor Journalisten in Berlin. Die Bekämpfung der Pandemie rechtfertige eine einmalige Ausnahmeregelung beim Arbeitsschutz, so Vassiliadis. Es sei schwer zu erklären, warum bei jedem Kurzbesuch im Café der Impfnachweis nötig sei, aber nicht am Arbeitsplatz. Mehr Transparenz über den Impfstatus im Kollegium diene auch der Sicherheit der Beschäftigten.
Er nimmt damit eine andere Position ein als etwa der DGB oder Verdi. Vassiliadis betont zugleich, es müsse alles dafür getan werden, damit sich mehr Menschen impfen lassen. Eine mögliche 2G-Regelung in Betrieben, also ein Zugang nur noch für Genesene und Geimpfte, sei mit der Gewerkschaft nicht zu machen.

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11:25
02.09.2021
Angesichts eines enormen Anstiegs von Corona-Fällen bei Jugendlichen will Norwegen 12- bis 15-Jährigen nun Impfungen anbieten. "Die Situation ist jetzt unberechenbar", sagt Regierungschefin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz in Oslo, wie unter anderem die Zeitung "Verdens Gang" berichtet. Wegen Infektionen oder Selbstisolation nach Corona-Kontakt müssten viele Schüler dem Unterricht derzeit fernbleiben. Das müsse sich ändern, betont Solberg. Der Anstieg der Corona-Fälle war in der vergangenen Woche in der Altersgruppe der 13– bis 19-Jährigen am höchsten ist - die Zahl der Neuinfektionen stieg hier um 174 Prozent.
Zugleich kündigt Solberg an, geplante Lockerungen der Corona-Regeln zu verschieben, bis der Anteil der vollständig Geimpften höher ist. Dann sollen aber alle Einschränkungen aufgehoben werden. Bisher haben 57 Prozent der Erwachsenen beide Dosen erhalten. 

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