Kurz vor dem Saisonstart kritisieren mehrere bayerische Profivereine aus dem Hallensport die Landesregierung scharf und fordern eine Vollauslastung ihrer Hallen unter Einhaltung der sogenannten 3G-Regeln. Die Interessengemeinschaft "Indoor-Teamsport-Bayern" verlangte von der Landesspitze Änderungen an der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und beklagt eine Benachteiligung gegenüber Hallenclubs aus anderen Bundesländern. "Die wirtschaftlichen Folgen sind extrem. Es ist für viele, viele Vereine in Bayern existenzbedrohend. Da muss gehandelt werden", sagt der Geschäftsführer des Eishockey-Erstligisten Nürnberg Ice Tigers, Wolfgang Gastner. Die in Bayern gültige Corona-Maßnahmenverordnung sei eine "schallende Ohrfeige, ein Schlag ins Gesicht", da die Vereine nur wenige Fans in ihre Hallen lassen dürften.
Nach der Verordnung bestimmt sich die "zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen" nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, "bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt" ist. Die Kapazität dürfe bis zu 50 Prozent betragen. Stehplätze sind nicht zugelassen, Alkoholausschank verboten.