Letztes Update:
20220127220332

07:04
23.08.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich dafür aus, in der Pandemie die Messgröße eines Inzidenzwerts von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu streichen. "Die 50er-Inzidenz im Gesetz, die hat ausgedient", sagt der CDU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Der Wert - nicht mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - habe für eine ungeimpfte Bevölkerung gegolten. 
Im Infektionsschutzgesetz sind bei bestimmten Zahlen von neuen Corona-Fällen besondere Maßnahmen vorgesehen. Einige Bundesländer sind von der Fokussierung auf die Inzidenz jedoch schon abgerückt. "Deswegen ist mein Vorschlag, jetzt auch diesen Maßstab, diese 50er Inzidenz, aus dem Gesetz zügig zu streichen", sagt der Minister. Darüber könnte der Bundestag noch vor der Wahl am 26. September entscheiden. "Der neue Parameter ist dann die Hospitalisierung", so Spahn. Damit ist die Zahl der Covid-19-Patienten gemeint, die im Krankenhaus liegen.

05:52
23.08.2021
Die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Das Robert Koch-Institut gibt sie mit 103,3 an. Vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen. Inzwischen haben alle Kreise und kreisfreien Städte in NRW nicht nur die Schwelle von 35, sondern auch die Schwelle von 50 überschritten. Der Bundesschnitt liegt derzeit bei 56,4. Den zweithöchsten Wert unter den Bundesländern hat Hamburg mit 71,6. 
Die Inzidenz spielt in der Pandemie inzwischen eine andere Rolle als früher. In der Corona-Schutzverordnung bleibt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 aber die einzige Kennziffer, ab der dann die "3G-Regeln" (geimpft, genesen oder getestet) zum Beispiel für Besuche in der Innengastronomie gelten. Diese Regel gilt inzwischen überall in NRW.

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