Letztes Update:
20220127220332

11:08
10.08.2021
Nach Impfungen mit Kochsalzlösungen im April im Kreis Friesland (Bundesland Niedersachsen) könnten nach Behörden-Angaben mehr Menschen als zunächst angenommen betroffen sein. "Es geht um insgesamt 8557 Menschen, die womöglich ganz oder teilweise keinen Impfschutz erhalten haben, obwohl sie davon ausgehen", sagt Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) bei einer Pressekonferenz in Jever. Es betreffe 9673 Impfungen, die im Zeitraum vom 5. März bis zum 20. April vorgenommen wurden. Um die möglicherweise fehlende Impfungen nachzuholen, werden die Betroffenen nun vom Landkreis Friesland angeschrieben.
Ende April hatte eine Mitarbeiterin eines Impfzentrums bei Schortens eingeräumt, sechs Spritzen statt mit dem Biontech-Impfstoff mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben. Ihr soll zuvor beim Anmischen ein Fläschchen mit dem Vakzin heruntergefallen sein, was sie anschließend vertuschen wollte. Danach wurde der Impfschutz von mehr als 100 Menschen, die an diesem Tag geimpft wurden, zunächst mit Antikörpertests überprüft. Nun steht laut Polizei der Verdacht weiterer Fälle im Raum. 

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10:59
10.08.2021
In Großbritannien hat während der Pandemie eine Rekordzahl an Schülern ein Abitur (A-Levels) mit Top-Benotung erreicht. Knapp 45 Prozent der Abiturienten bekamen die Bestnoten A oder A*, wie nun aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Das sind gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht dem höchsten Anteil an Top-Noten jemals. Experten warnten vor einer "Noteninflation" und befürchteten, dass der Bildungsstandard sinken könne.
Wegen der Pandemie, in der über Monate lang die Schulen geschlossen blieben und nur online unterrichtet wurde, sind die Abschlussnoten in diesem Jahr weitgehend von Lehrern auf der Grundlage von Tests und Mitarbeit im Unterricht vergeben worden anstatt auf der Basis von Abschlussprüfungen. Diese waren zum zweiten Mal in Folge ausgefallen. Im vergangenen Jahr gab es viel Kritik an einem Modell, bei dem Algorithmen zur Benotung von Schülern eingesetzt werden sollten. Die neu veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf England, Wales und Nordirland - die schottischen werden separat publiziert.

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