Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, wirft der Politik
Aktionismus in der Impfdebatte vor. "Der Aktionismus in der Politik trägt sicher nicht zur Beruhigung der Menschen bei", sagt Mertens der
"Augsburger Allgemeinen". "
Ich weiß gar nicht genau, warum das so gemacht wird. Für die Wahrnehmung in der Bevölkerung wäre es besser, wenn die Dinge etwas ruhiger und überlegter angegangen würden", sagt Mertens zu der
Diskussion um die Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Er fühle sich durch die politische Debatte aber nicht unter Druck.
Um den Schulunterricht nach den Sommerferien mache er sich
nicht die allergrößten Sorgen, sagt der Ulmer Virologe. "Viele Berechnungen zeigen ja, dass der Unterricht an den Schulen gut zu händeln wäre, wenn man die bekannten Maßnahmen – dazu gehören unter anderem das
Maskentragen, das Lüften und der Einbau von Luftfiltern – umsetzen würde", betont der Stiko-Chef.