In England und Wales sind inzwischen deutlich weniger Menschen von der dortigen Corona-App als enge Kontakte von Infizierten benachrichtigt worden. In der Woche bis zum 28. Juli wurden 395.971 Kontakte "gepingt", das waren 43 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie aus neuen Zahlen des Gesundheitsdiensts NHS hervorgeht. Die App schlägt an, wenn sich Nutzer eine gewisse Zeit in direkter Nähe eines positiv Getesteten aufgehalten haben.
Weil zuvor die Fallzahlen stark gestiegen und zudem fast alle Corona-Regeln aufgehoben worden waren, stieg die Zahl der "Pings" auf einen Rekordstand. Die Folge: Leere Supermarktregale, volle Mülltonnen, ausgefallene Züge. Zahlreiche Menschen löschten die App, um nicht "gepingt" zu werden, Medien sprachen von einer "Pingdemie". Nach lautstarken Beschwerden aus der Wirtschaft hatte die Regierung zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass die App Kontakte künftig statt fünf nur noch zwei Tage zurückverfolgen soll. Die Zahl der "Pings" dürfte also weiter abnehmen.