Die Infektionen in Tokio sind angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen. Die Stadt registriert binnen 24 Stunden 4166 Neuinfektionen. Um einen drohenden Mangel an Krankenhausbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen bzw. solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus.
Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgt für einen Sturm der Empörung. Die Delta-Variante sei ein "extrem starker Feind", so Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Sie appelliert abermals an die Bürger, trotz der Sommerferien und des bevorstehenden buddhistischen Ahnenfestes Obon zu Hause zu bleiben. Die streng vom Volk abgeschirmten Olympischen Spiele sollen aber fortgesetzt werden.