Letztes Update:
20220127220332

18:59
03.08.2021
In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen in der zweiten Woche in Folge drastisch gesunken. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 21.000 Fälle gemeldet, etwa 44 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilte. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern nimmt den Angaben zufolge nur noch leicht zu. 
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt den Angaben zufolge bei 121. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert bei 17,9. Deutschland hatte die Niederlande zum Hochrisikogebiet erklärt, nachdem Anfang Juli die Infektionen explosionsartig angestiegen waren mit Inzidenz-Werten von über 400. Am Dienstag wurden 2263 Fälle registriert. Eine Woche zuvor waren es noch fast 4000. Besonders stark getroffene Regionen sind Amsterdam, Rotterdam und Den Haag. 11,5 Prozent der neu infizierten Menschen ist nach der Analyse des Instituts vollständig geimpft.

18:26
03.08.2021
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner warnt in der Debatte um die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor Druck auf Eltern. "Entscheiden müssen das die Familien selber", sagte Lindner dem Südkurier. Er halte ein "niedrigschwelliges, schnell zu erreichendes Impfangebot für Kinder und Jugendliche" für richtig, "es muss sich aber um ein Angebot handeln". Es dürfe keinen sozialen Druck zur Impfung geben.
Eine Impfpflicht für Erwachsene lehnt Lindner ab, "weil sie der Selbstbestimmung widerspricht". Aber er werbe für das Impfen. Für Geimpfte und Genesene dürfe es keinerlei Freiheitseinschränkungen mehr geben. Auch Ungeimpfte müssten aber die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Lindner forderte auch "eine politische Garantie, dass es keinen neuen Lockdown gibt".

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18:00
03.08.2021
Im Prozess gegen eine mit Corona infizierte Frau, die trotz eines kurz zuvor durchgeführten PCR-Tests im Oktober ihre Tochter in einem Krankenhaus besucht hatte, fordert die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung. Der Tatbestand des Hausfriedensbruches und der versuchten gefährlichen Körperverletzung sei erfüllt, sagte Staatsanwalt Ralf Ebbing vor dem Amtsgericht in Quedlinburg. Das Urteil soll am 10. August verkündet werden.
Die 72-jährige Angeklagte hatte am 6. Oktober ihre erwachsene, gerade operierte Tochter im Harzklinikum besucht. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, hatte die Frau angegeben, keine Symptome zu haben. Etwa eine Stunde vorher hatte sie sich allerdings eigenen Angaben zufolge auf Anraten einer Sprechstundenhilfe in einer Fieberambulanz auf das Coronavirus testen lassen.

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