Vizekanzler
Olaf Scholz verteidigt den angestrebten Beschluss zu erweiterten
Corona-Testpflichten für nach Deutschland Einreisende. "Es geht darum, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land zu schützen", so der SPD-Kanzlerkandidat gestern Abend in den
ARD-"Tagesthemen". Generell sollen die Nachweise bei der Einreise mitzuführen und bei
"stichprobenhaften" Überprüfungen durch die Behörden vorzulegen sein, wie es im Entwurf heißt. Kontrollen aller Einreisenden direkt an den Grenzen sind nicht vorgesehen.
Der Vorsitzende des Bezirks Bundespolizei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Roßkopf, warnt in den Zeitungen der
Funke Mediengruppe vor einem enormen logistischen Aufwand - vor allem personell. "Wir haben über 3.800 Kilometer Landgrenze.
Wenn wir sie regelmäßig stichprobenartig kontrollieren sollen, ist das kaum zu meistern." Es gebe zudem viele ungeklärte Fragen, zum Beispiel auch bei Zügen. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagt dem
Redaktionsnetzwerk Deutschland:
"Grundsätzlich begrüßenswert als Maßnahme, aber leider extrem kurzfristig in der Umsetzung."