Der Marktplatz liegt verwaist in der Sonne, aber das Zittauer Rathaus zeigt sich dennoch im vollen Flaggenschmuck. Hier ist zu sehen, was unser Leben in der Dreiländerregion so besonders ausmacht: Europa hoch oben an der Turmspitze, vor dem Haus die Flaggen der drei europäischen Nachbarländer und die regionalen Flaggen. Oberbürgermeister Thomas Zenker: „Auch als Zittauer, Oberlausitzer und Sachsen wissen wir ganz genau, dass wir an der deutschen Außengrenze liegen und erleben gerade, was geschlossene Grenzen für Auswirkungen auf unser gesamtes Leben, besonders jedoch auf Wirtschaft, Kultur, Sport und Freizeit haben. Deshalb haben wir auch als Gruß an unsere Nachbarn, die Flagge der Europäischen Union auf dem Rathaus aufgezogen. Wir brauchen einander und wir brauchen eine Europäische Strategie, wie in Europa mit der Corona-Krise umgegangen wird.“
Aktuell herrscht auf allen drei Seiten der Grenzen eine ähnliche Situation zwischen Prävention und Bedrohung durch einen Virus, jedoch versucht jede Nation damit allein fertig zu werden. Dabei ist es besonders in den eng verflochtenen Grenzregionen ein Problem und langfristig eine Gefahr für die Entwicklung, wenn Grenzen wieder zu Blockaden werden. Das ist besonders im 30. Jahr nach der Friedlichen Revolution eine sehr schmerzliche Erfahrung für viele Zeitzeugen von 1989.
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