„Mit der Corona-Pandemie erleben wir, wie alle Augen auf die Wissenschaft gerichtet sind und wie groß die Erwartung ist, dass von ihnen eindeutige und unumstößliche Wahrheiten kommen. Übersehen wird dabei, wie wissenschaftliche Erkenntnis entsteht: im Diskurs, im konstruktiven Streit, im Widerlegen, im Neudenken – im Prozess.“
Dr. Jana Krauß studierte Biochemie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und arbeitete 17 Jahre am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Seit langem beschäftigt sie sich mit der Relevanz wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Gesellschaft und den Umgang der Gesellschaft mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Immer wieder wird von wissenschaftsbasierter Politik
gesprochen. Doch was bedeutet das?
„Der Wert von Wissenschaft liegt also vor allem in der konstruktiven Auseinandersetzung, im Hinterfragen, im Erkennen und stetem Korrigieren von Fehlern – mithin in einer Form von Fehlerkultur, die bisher kaum gesellschaftlich gelebt wird. Die sich daraus ergebenden Konflikte sind schon lange spürbar und werden durch die Corona-Krise deutlicher sichtbar.“
Als Görlitzer Stadträtin für Bündnis90/DIE GRÜNEN ist Frau Dr. Krauß überzeugt, dass Teilhabe und die daraus resultierende Selbstwirksamkeit fundamental für eine Demokratie sind. Dazu gehört der Mut, der Gesellschaft zu vertrauen, bestmöglich transparent zu arbeiten und zu informieren, egal wie
schwierig die Gegebenheiten (wie eine Krise) auch sein mögen.
Vertrauen Sie der Wissenschaft in Zeiten von Corona? Schreiben Sie uns ihre Fragen und Gedanken - diese diskutieren wir dann gemeinsam mit Frau Dr. Krauß und weiteren Gästen aus Wissenschaft und Politik auf dem #coronadialog am 22.02.2021 um 19:00 Uhr.
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