Derzeit bereiten sich die Corona-Stäbe in Stadt und Landkreis Göttingen darauf vor, Impfzentren einzurichten. Da nähere Details zu den weiteren Plänen der Landesregierung allerdings noch nicht vorliegen, müssen zunächst diverse Fragen abgeklopft werden. Beispielsweise richtet sich die Auswahl an ein passendes Gebäude daran, welche Anforderungen genau gestellt und für eine optimale Logistik und Infrastruktur bedient werden müssen. „Unser Ziel ist, die Impfung so schnell und reibungslos wie möglich durchführen zu können“, sagt Petra Broistedt, die den Stab der Stadt Göttingen leitet. Ab wann der Impfstoff bereit liegt, stehe aktuell noch nicht sicher fest, „wann es losgehen kann, ist also noch nicht zu sagen“. Im Blick der Stadt sei das Gebäude am Anna-Vandenhoeck-Ring, das für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt wurde.
Im weiteren Kreisgebiet steht der Stab in Kontakt mit den Städten und Gemeinden zu geeigneten Immobilien. „Derzeit sondieren wir mit Hochdruck verschiedene Standorte auf ihre Geeignetheit unter Berücksichtigung der vom Land vorgegebenen Parameter. Eine finale Entscheidung ist hier bis zum 30.11.2020 zu treffen“, erläutert Kreisrätin Marlies Dornieden, Leiterin des Stabes der Landkreises. Im Hinblick auf die Ausstattung und den Betrieb setze der Landkreis auf bewährte Strukturen im Bevölkerungsschutz. „Auf diese werden wir zurückgreifen. Ergänzend dazu müssen wir jedoch, da sich der Betrieb voraussichtlich über einen mehrmonatigen Einsatz erstreckt, weitere Personalakquise betreiben“, führt Dornieden fort.
Bis zu einer Nutzung seien aber noch wesentliche Fragen zu klären, so Petra Broistedt: "Wie kommen die Menschen dorthin, wie ist der ÖPNV einzubinden, wie genau muss der Impfstoff gekühlt werden, wie viel Personal wird benötigt und so weiter. In der letzten Woche hat das Land außerdem mitgeteilt, dass es die Rekrutierung des ärztlichen Impfpersonals in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung ebenso übernehmen wird wie die Verteilung des Impfstoffs, auch soll es ein bundesweit einheitliches System zur Terminvergabe geben. Broistedt: „Der Stab wird zusätzliches Personal aus der Verwaltung, von Hilfsorganisationen und anderen Einrichtungen rekrutieren und bereit stellen, denn neben dem eigentlichen Impfen fallen auch viele weitere Aufgaben im Impfzentrum an wie zum Beispiel die Betreuung der zu Impfenden, die Betreuung der EDV und der technischen Infrastruktur oder die Bereitstellung von Sicherheitspersonal.“ In welchem Umfang dies alles erforderlich sein werde, werde in diesen Tagen erarbeitet, auch etwa, was mobile Impfteams in Einrichtungen wie Pflegeheime betreffe.
Dominik Kimyon