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Corona-Studie: Mehr als die Hälfte der Deutschen kauft vermehrt online ein

09:54
18.05.2020

Deutschland hat sich in der Krise zu einer Nation von Online-Shoppern entwickelt: Die heute veröffentlichte E-Commerce-Studie im Auftrag von Mastercard zeigt, dass seit Beginn der aktuellen Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Deutschen mehr online einkauft als je zuvor. 28 Prozent der Befragten gaben zudem an, mehr Geld für digitale Erlebnisse wie Streaming-Abonnements, Home-Fitness oder Online-Kurse auszugeben als noch zu Jahresbeginn.

Die aktuelle Situation hat die Deutschen gleichzeitig solidarischer gemacht: Allein im letzten Monat hat fast jeder Vierte (22 Prozent) online gespendet, 16 Prozent davon spendeten sogar zum ersten Mal.

Das beliebteste digitale Erlebnis der Deutschen seit dem Lockdown ist der Videoanruf: 58 Prozent nutzen ihn, um mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen in Kontakt zu bleiben. Auf Platz zwei folgt die Nutzung von TV-Streamingdiensten wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime (49 Prozent), fast jeder Dritte (31 Prozent) spielt Online-Videospiele. Mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) nimmt an digitalen Konzerten und Festivals teil und 20 Prozent besuchen Online-Fitnesskurse, um sportlich aktiv zu bleiben.

Die Menschen nutzen die Zeit auch, um neue digitale Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen: 28 Prozent der Deutschen haben mit Online-Banking begonnen, 21 Prozent lernen ihre Gesundheit digital zu managen und ihre Medikamente im Internet zu bestellen. Durch Online-Tutorials verbessert jeder Fünfte (20 Prozent) seine Heimwerker-Fähigkeiten, 19 Prozent lernen so Kochen und probieren neue Rezepte aus, 17 Prozent lernen eine neue Sprache.

Online kaufen die Deutschen zurzeit am liebsten Bücher (29 Prozent), gefolgt von Küchenutensilien (18 Prozent) sowie Puzzles und Rätselspielen (17 Prozent). Aber auch Haarfärbeprodukte (14 Prozent) und Haarschneidemaschinen (11 Prozent) sind in der aktuellen Situation sehr beliebt.

Die Studie zeigt zudem, dass sich das Online-Shopping-Verhalten vom sonstigen Einkaufsverhalten kaum unterscheidet: 68 Prozent der digitalen Schaufensterbummler erstellen Wunschlisten, aber kaufen nicht immer alles. 81 Prozent sind Schnäppchenjäger und durchsuchen Webseiten stundenlang nach den besten Angeboten. Für 78 Prozent der deutschen Online-Nutzer ist der Preis zurzeit auch das wichtigste Kriterium beim Online-Einkauf, für 39 Prozent ist es die Schnelligkeit.

Die Sicherheit beim Online-Shopping spielt auch bei zunehmender Nutzung eine wichtige Rolle: Die Hälfte der Deutschen fürchten sich vor Online-Betrug, 79 Prozent gaben an, dass sie beim Online-Einkauf Vorsicht walten lassen. Um beim Einkauf auf Nummer sicher zu gehen, neigen 72 Prozent dazu, sich an bekannte Anbieter zu halten. Genauso viele überprüfen die Bewertungen der Webseite vor dem Kauf und fast ein Viertel (23 Prozent) setzen sich mit dem Verkäufer in Verbindung, bevor sie etwas kaufen.

Peter Bakenecker, Division President Germany and Switzerland bei Mastercard, sagt: "Die Lebensgewohnheiten der Menschen haben sich schlagartig geändert. Daran müssen wir uns alle anpassen. Dazu gehört auch, dass immer häufiger online eingekauft wird, aber wir entdecken auch neue digitale Erlebnisse - von Videochats, über Streamingangebote bis hin zu Online-Konzerten. Gleichzeitig bringen schwierige Zeiten auch das Beste in Menschen hervor und es ist schön zu sehen, dass es eine hohe Spendenbereitschaft in Deutschland gibt. In Zeiten wie diesen brauchen die Menschen mehr denn je Zugang zur digitalen Wirtschaft. Bei Mastercard arbeiten wir jeden Tag daran, E-Commerce für alle einfacher, bequemer und sicherer zu machen, ganz gleich, ob es sich um das Einkaufen von alltäglichen Dingen für den Haushalt oder um digitale Erlebnisse handelt."

Im Auftrag von Mastercard befragte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Fly Research 12.500 Menschen ab 18 Jahren.

dpa

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