Die Situation, wie sie sich jetzt darstelle, sei aber ”suboptimal“, sagte Bräuer. Jedes Bundesland setze selbst Öffnungstermine und Regeln fest. In Berlin zum Beispiel bleiben Kinos vorerst zu. In Nordrhein-Westfalen sollen sie Ende Mai öffnen dürfen, in Sachsen am Freitag, in Schleswig-Holstein kommende Woche.
In Hessen dürfen Kinos bereits seit einigen Tagen aufmachen, unter bestimmten Voraussetzungen. Am ersten Wochenende haben dort nach Einschätzung des Film- und Kinobüros Hessen nur sehr wenige Betreiber die Chance zur Öffnung genutzt.Ein Grund, warum Verbände sich einen einheitlichen Starttermin wünschen, ist das Verleihsystem für neue Filme. ”Niemand bringt einen Film heraus, wenn man nur ein Drittel des Bundesgebiets bespielen kann“, sagt Bräuer. Zudem fehlten internationale Märkte.
Auch der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino) fordert einen einheitlichen Kinostart von den Länderministern und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Es brauche außerdem ein einheitliches Hygienekonzept. ”Man braucht eine Planbarkeit“, sagte Vorstandsvorsitzende Christine Berg. Es gebe etwa in Hessen bei den Betreibern noch viele Fragen zur Umsetzung.