Eine deutliche
Mehrheit der Einzelhändler in Baden-Württemberg
erwartet einer Umfrage zufolge im anstehenden
Weihnachtsgeschäft coronabedingt hohe Umsatzeinbußen. Ein Zehntel der befragten Betriebe rechnet laut der am Mittwoch in Stuttgart vorgestellten Erhebung des Handelsverbands Baden-Württemberg bei den Warenverkäufen in den Wochen vor Weihnachten sogar mit einem Einbruch von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu normalen Zeiten. 39 Prozent der Betriebe gehen von Erlösrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent aus, weitere 28 Prozent erwarten Einbußen zwischen 10 und 30 Prozent.
Gründe dafür seien einerseits die
Corona-Beschränkungen der Politik, andererseits spiele auch die gelebte
Zurückhaltung vieler Kunden eine Rolle, hieß es. So ist die
Besucherfrequenz in den Innenstädten seit Ausbruch der Pandemie deutlich zurückgegangen - und kaum einer erwartet, dass sich in den kommenden Wochen daran groß etwas ändert. Heißt: Die Menschen fahren seltener in die Städte als früher, stöbern weniger in den Geschäften und kaufen spärlicher ein.
Jakob de Santis