Ob Luftfilter oder Laptops - für coronabedingte Investitionen sollen
Schulen künftig eigene Budgets bekommen. Diese sollen von
40 Millionen Euro aus der Landeskasse gespeist werden, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) im Interview der «Badischen Zeitung» (Mittwoch) ankündigte. Alle 4500 Schulen erhielten
einmalig einen Grundsockel plus einen weiteren Betrag je nach Schülerzahl. «Eine Schule mit 100 Schülerinnen und Schülern wird etwa 5000 Euro bekommen, eine mit 500 Schülerinnen und Schülern etwa 15 000 Euro», erläuterte Eisenmann. Die Schulen könnten dafür Dinge kaufen, die ihnen im Kampf gegen die Pandemie wichtig seien.
Die
Ministerin sprach sich zudem trotz steigender Infektionszahlen
gegen eine Rückkehr zu einem rollierenden Schulsystem mit Schichten aus, wie es das Robert Koch-Institut empfiehlt und SPD-Chefin Saskia Esken angeregt hat. «Wir machen nicht an Inzidenzen fest, ob wir flächendeckend Schulen und Kitas schließen», sagte Eisenmann dem Blatt. Ihr
Ziel sei, Schulen und Kitas geöffnet zu halten. Alles jenseits des Präsenzunterrichts sei für viele junge Menschen mehr als schwierig. Vor den Sommerferien sei das rollierende System auf allergrößte Kritik gestoßen.
Jakob de Santis