Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) macht in der Landesregierung Druck, damit Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus eingewiesen werden, wenn sie sich nicht an die Auflagen zur häuslichen Isolation wegen einer Corona-Infektion oder eines Verdachts halten.
Das mahnt Strobl in einem Brief an seinen Kabinettskollegen, den Sozial- und Gesundheitsminister Manfred Lucha sowie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (beide Grüne) an, der unserer Zeitung vorliegt.
Strobl schlägt vor, die Räumlichkeiten der früheren Lungenfachklinik St. Blasien als zentrales Krankenhaus für solche Zwecke zu verwenden und will eine Zwangseinweisung im Zusammenhang mit Corona „in einem geordneten gerichtlichen Verfahren“ abwickeln. Das heißt, dass ein solcher Schritt ausschließlich auf richterliche Anordnung vollzogen werden kann. Hier lesen EZ-Plus-Abonnenten mehr zum Thema.