Der Andrang im Nürtinger Corona-Testzentrum nimmt zu – und zwar nach einer Art Schneeballsystem: „Wir haben steigende Infektionszahlen, also auch eine noch stärker steigende Zahl von Kontaktpersonen“, sagt Andrea Wangner, Sprecherin des Landkreises Esslingen. Bei Marc Lippe, dem Bezirksgeschäftsführer der Malteser, die im Landkreis für die Testzentren zuständig sind, klingt es dramatischer: „Wir sind so überlastet, dass wir es nicht mehr schaffen.“
Trotz Personalaufstockung habe man die Kapazitätsgrenze erreicht. Zudem kämen die Labore mit der Auswertung der Tests kaum noch hinterher. Die Folge: Man musste in Nürtingen Leute abweisen, obwohl ohnehin nur Verdachtsfälle mit einen Code vom Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst zugelassen sind.
Wer zum Test bleiben darf, muss laut Lippe mit Wartezeiten von drei bis vier Stunden rechnen – „auch Menschen mit Symptomen. Das ist eine echte Zumutung.“ Der Rückstaus der Pkw reiche manchmal bis auf die B 313. Eine Entlastung verspricht sich Lippe vom zweiten Testzentrum in der Messe, das – wie bereits im Frühjahr – wieder in Betrieb geht, und zwar an diesem Donnerstag. Auch ein zusätzliches Labor werde mitarbeiten. Mehr dazu...