Das
Coronavirus kann einer Studie zufolge
bei Covid-19-Patienten nicht nur
Komplikationen in Lunge, Herz und Nieren verursachen, sondern auch
Entzündungen im Gehirn.
Das berichten
Forscher aus Hamburg und Freiburg nach Untersuchungen von 43 Verstorbenen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren, im
Fachblatt „The Lancet Neurology“. Dabei wiesen sie das Coronavirus oder Proteine davon
bei 21 Toten im Hirnstamm oder den dort entspringenden Nerven nach.
Die
Virusmengen seien jedoch sehr gering gewesen, hieß es. Die Patienten mit der höchsten Viruslast hätten nicht mehr Veränderungen im Gehirn gezeigt als jene Verstorbenen, bei denen kein Virus gefunden wurde.
Die Forscher wiesen aber bei den Toten, deren Gehirne infiziert waren, eine
Immunreaktion nach. Daraus schließen sie, dass
Entzündungszellen für neurologische Symptome von Riechstörungen über Kopfschmerzen bis hin zu Schlaganfällen verantwortlich sein könnten.
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Patrick Kuolt