Letztes Update:
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Kammer: Rund 500 Ärzte wollen in Coronakrise helfen

16:45
17.03.2020
In Baden-Württemberg haben sich rund 500 Ärzte gemeldet, die derzeit nicht in der medizinischen Versorgung arbeiten, aber in der Coronakrise helfen möchten. Es handele sich zum Beispiel um Ärzte in der Verwaltung, bei Behörden, in der Pharmaindustrie, in der Elternzeit oder im Ruhestand, teilte die Landesärztekammer am Dienstag in Stuttgart mit. Kammerpräsident Wolfgang Miller sagte laut Mitteilung: "Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf an ärztlicher Arbeitskraft und wollen dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu verstärken.»"

Die Kammer hatte vor zwölf Tagen damit begonnen, Ärzte anzuschreiben. Nach Angaben von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) wird darauf geachtet, dass ältere Ärzte nicht direkt in Kontakt mit infizierten Patienten kommen. Ältere Menschen gehören zu den Risikogruppen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus häufiger schwer verläuft.

Patrick Kuolt

Fünfter Todesfall in Baden-Württemberg

15:52
17.03.2020
In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil, der zuvor an einer chronischen Erkrankung litt und bereits am Montag starb, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte das Ministerium am Dienstag auch den vierten Todesfall verkündet - die Bewohnerin eines Pflegeheimes im Landkreis Heilbronn. Die Frau sei älter als 80 Jahre gewesen und habe an schweren Grunderkrankungen gelitten.

Jakob de Santis

Corona-Abstrichzentren stark belastet

13:53
17.03.2020
Die beiden CAZ in Nürtingen und bei der Messe in Leinfelden-Echterdingen werden nach wie vor sehr stark in Anspruch genommen. Bereits eine Stunde vor der Öffnung bildeten sich am Morgen lange Autoschlangen von wartenden Personen. Deshalb wurde eine zusätzliche ärztliche Kontrolle eingeführt, um nur Personen den Zugang zu ermöglichen, die:
- aus einem Risikogebiet kommen und Krankheitszeichen wie Fieber oder Husten aufweisen oder
- nachweislich im direkten Kontakt zu einer Person standen, die bereits positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.

Die Verantwortlichen bitten alle Einwohner des Landkreises Esslingen, sich nur dann zu den CAZ zu begeben, wenn sie diese Kriterien erfüllen. Reines Sicherheitsdenken, beispielsweise weil jemand
befürchtet, vom Corona-Virus infiziert zu sein oder vom Arbeitgeber gebeten wurde, sich sicherheitshalber abstreichen zu lassen, ist angesichts der prekären Lage fehl am Platz.
 
Aktuelle Lage:
An den beiden CAZ wurden in der Zeit vom 9. März bis 16. März bei rd. 4.000 Personen Abstriche vorgenommen. Insgesamt wurden dabei 190 positive Fälle ermittelt. Insgesamt wurden im Landkreis Esslingen bis heute 206 positiv getestete Personen festgestellt.

Nicole Rabus