Letztes Update:
20210124142453

Beherbergungsverbot für Gütersloh und Warendorf

14:21
25.06.2020
Besucher aus den Corona-Hotspots Gütersloh und Warendorf dürfen ab sofort nicht mehr in baden-württembergischen Hotels, Herbergen, Campingplätzen und anderen ähnlichen Einrichtungen übernachten. Das Sozial- und das Wirtschaftsministerium haben am Donnerstagmittag die "Verordnung zum Beherbergungsverbot für Einreisende aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen" verkündet. Dies sind derzeit laut aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) die beiden Landkreise Gütersloh und Warendorf. In Gütersloh war in den vergangenen Tagen die Zahl der Corona-Infizierten stark gestiegen.

"Die Zunahme des Reiseverkehrs darf nicht zu einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen führen", sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne). "Wir erinnern uns noch gut an die zahlreichen Ski-Urlauber, die im März die erste Coronavirus-Welle im Land auslösten. Das müssen wir mit Blick auf den Herbst unbedingt verhindern. Die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie sind äußerst fragil und dürfen jetzt im Sommer nicht aufs Spiel gesetzt werden.»"

Maßgeblich für das Beherbergungsverbot ist laut Verordnung, ob die Zahl der Neuinfektionen in dem Heimatkreis der Betroffenen in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise pro 100 000 Einwohner höher als 50 war.

Simone Lohner

29 000 Verstöße gegen Corona-Beschränkungen

14:19
25.06.2020
Kein Mundschutz, ein größeres Picknick im Park oder vielleicht doch die heimlich geöffnete Eckkneipe - rund 29 000 Verstöße gegen die Corona-Verordnung hat die Polizei in Baden-Württemberg seit Beginn der Beschränkungen registriert. Für die Betroffenen ging der Auflagen-Ärger oft eher glimpflich aus.

In rund 22 000 Fällen schritt die Polizei ein, weil sich zu viele Menschen in der Öffentlichkeit trafen, wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. Ein solcher Verstoß wird mit einem Bußgeld zwischen 100 und 1000 Euro bestraft - pro Kopf. Rund 2000 Mal wurden zum Beispiel Verstöße wie Partys und andere unzulässige Privatveranstaltungen angezeigt, weitere 500 Verstöße registrierten die Beamten gegen die Maskenpflicht.

"Beim Großteil der Verstöße handelte es sich um Ordnungswidrigkeiten", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Lediglich bei etwas weniger als 1000 Verstößen sei eine Strafanzeige fällig gewesen.

Unklar ist, wie hoch die Summe der Bußgelder insgesamt ist, da dies laut Innenministerium ebenso wie die Altersangaben der Betroffenen nicht zentral erfasst wird. Die Bilanz des Innenministeriums bezieht sich auf Vorfälle bis zum 18. Juni. Zuerst hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet.

Simone Lohner