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Ansturm auf Fahrschulen nach Corona

12:43
07.06.2020
Nach der wochenlangen Schließung wegen der Corona-Pandemie gibt es einem Zeitungsbericht zufolge eine hohe Nachfrage bei den Fahrschulen im Land. "Der Ansturm ist groß", sagte der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg, Jochen Klima, den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). Wer während der Zeit der Schließung weder Fahrstunden nehmen noch eine Prüfung machen konnte, werde das in aller Regel jetzt tun.

Die hohe Nachfrage bringe aber auch Probleme mit sich, sagte er dem Blatt. So könnten Fahrschulen wegen der Coronakrise nicht wie gewohnt arbeiten: Wegen der vorgeschriebenen Abstandsregeln könnten nicht so viele Fahrschüler wie sonst am Theorieunterricht teilnehmen. Außerdem fehle es an Fahrlehrern. Die Zwangspause habe der Branche aber nicht allzusehr geschadet. "Wir haben es gerade noch so geschafft, dass keine größere Zahl von Betrieben aufgeben musste", sagte Klima.

Die Fahrschulen im Land sind unter Auflagen seit dem 11. Mai wieder geöffnet. Schüler und Lehrer müssen eine Maske tragen und die Fahrzeuge regelmäßig gelüftet und desinfiziert werden.

Simone Lohner

Tablets für 20% der Schüler in Baden-Württemberg

12:41
07.06.2020
Die angekündigte Anschaffung von 300 000 Laptops und Tablets für Schüler in Baden-Württemberg nimmt konkrete Gestalt an. Am Dienstag soll sich das grün-schwarze Kabinett mit einer Vorlage aus dem Kultusministerium befassen, die das Ziel hat, für insgesamt 130 Millionen Euro Geräte kaufen zu können. Die Summe teilen sich Bund und Land. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart: "Das bedeutet, dass für etwa 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg Leihgeräte zur Verfügung stehen werden." 

In der Kabinettsvorlage heißt es: Zwar ist in den Schulen der Unterricht wieder schrittweise gestartet, an einen normalen Regelbetrieb mit Präsenzunterricht mit allen Schülerinnen und Schülern ist wegen der Abstands- und Hygieneregeln infolge der Corona-Pandemie aber derzeit noch nicht zu denken. Daher sollen die Bedingungen für den Fernunterricht verbessert werden. Es dürfe nicht sein, dass ein Kind sein Schulziel nicht oder nur schwer erreiche, weil es nicht die nötige technische Ausstattung habe. Geplant sei, dass die Schulträger, also die Kommunen, "zügig" in die Geräte investieren könnten, um sie dann an Schüler verleihen zu können.

Davon sollen sowohl die Schüler an öffentlichen wie auch an privaten Schulen profitieren. Das Geld soll den Schulträgern einmalig zur Verfügung gestellt werden. Für Folgekosten wie Reparaturen und Wartungen kommt das Land aber ausdrücklich nicht auf.

Bildungsexperten und Lehrerverbände hatten seit der Schulschließungen wegen des Coronavirus Mitte März davor gewarnt, dass bestimmte Schüler abgehängt werden könnten, wenn zu Hause keine Geräte wie Laptops oder Tablets vorhanden seien oder wenn Eltern sie nicht genügend in der außergewöhnlichen Lernsituation unterstützten.

Simone Lohner