Letztes Update:
20210124142453

Schiffe auf Bodensee eingeschränkt

10:37
29.05.2020
Die Schiffe der Weißen Flotte sind derzeit nur eingeschränkt auf dem Bodensee unterwegs - das soll sich ab dem 15. Juni ändern. Ab diesem Datum werde der gemeinsame Kursverkehr aus Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der Schweiz wieder aufgenommen, sagte der Vorsitzende der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU), Norbert Reuter, am Freitag. Der Termin sei jedoch noch abhängig von den Grenzöffnungen in den Ländern.

Eigentlich hatten die Schiffe der VSU bereits Anfang April gemeinsam in die Saison starten wollen. Das wurde aufgrund der Coronakrise jedoch verschoben. Aktuell seien nur die deutschen und österreichischen Unternehmen mit einem reduzierten Angebot auf dem Bodensee unterwegs. Schweizerische Schiffe sollen aber bald folgen, Saisonstart werde am 6. Juni sein.

Auf den Schiffen müssten wegen der Corona-Pandemie die Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Unternehmen hätten die vergangenen Wochen aber genutzt, um die Schiffe den aktuellen Anforderungen anzupassen, sagte Reuter. Die Schiffsbetriebe hofften nun auch auf einen guten Herbst. Wenn die Infektionszahlen sich stabilisierten, das Buchungsverhalten der Fahrgäste gut sei und die Witterung passe, wolle man nach Möglichkeit die Saison verlängern.

Dennoch geht die VSU von einem deutlichen Rückgang der Passagierzahlen aus: "Wir erwarten 50 bis 60 Prozent der Vorjahreserlöse, das gilt auch in Analogie zu den Fahrgästen." Allein für die Bodensee-Schiffsbetriebe aus Konstanz bedeutet das rund sieben Millionen Euro weniger Umsatz. 2019 fuhren rund 3,6 Millionen Fahrgäste mit den Schiffen der VSU.

Simone Lohner

Bischof Fürst kritisiert Demonstranten

10:35
29.05.2020
Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, hat die Teilnehmer an Demonstrationen gegen Freiheitsbeschränkungen in der Corona-Krise kritisiert. Die Demonstranten stellten ihr Bedürfnis nach Freiheit über den Schutz der besonders schwachen und verletzlichen Menschen, teilte Fürst in seiner Pfingstbotschaft am Freitag mit. "Das ist nicht nur unsolidarisch, sondern geradezu egoistisch und im höchsten Maße verletzend." Die Protestierer verstießen gegen das oberste Grundrecht der unantastbaren Menschenwürde, das zuallererst dem Schutz des Lebens diene.

Vielerorts sei aber auch ein neuer Geist spürbar, ist der Bischof überzeugt. Ein pfingstlicher Geist, der durch Gottes und der Menschen Handeln heilsam wirke. Auch das Virus und die Pandemie, "die uns an den Rand des Ertragbaren führen", hätten nicht das letzte Wort. "Sie werden irgendwann vorübergehen", sagte Fürst. "Nach Corona werde sich die Welt verändert haben." Wir werden mit den Folgen noch lange ringen. Doch schon jetzt, heute, scheinen Hoffnungszeichen auf." Fürst feiert am Sonntag ein Pontifikalhochamt in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart.

Simone Lohner