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20210124142453

Stuttgarter Kliniken starten mit Corona-Antikörpertests

12:58
18.05.2020
Mit Tests an teils schwer erkrankten Corona-Patienten wollen Mediziner und Wissenschaftler in Stuttgart erfahren, wie ein infizierter Körper auf das neuartige Virus reagiert und wie lange eine Immunität anhält. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom Montag in Stuttgart werden seit Anfang Mai gemeinsam mit dem Klinikum Stuttgart und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Patienten untersucht, die an Covid-19 erkrankt sind und behandelt werden oder wurden. Die Patienten sollen innerhalb eines Jahres regelmäßig auf Antikörper hin getestet werden.

Bislang liegen nach Angaben der Ärztlichen Leiterin des Tests, Silke Fischer, 17 Proben vor, insgesamt sollen es zunächst bis zu 50 werden. "Die Proben sollen uns unter anderem Erkenntnisse liefern über den Zeitpunkt des Auftretens von Antikörpern nach einer SARS-CoV-2-Infektion", sagte Fischer. Mit Antikörpertests könne aber keine akute Corona-Infektion festgestellt werden. "Ein Antikörpertest stellt nicht das Virus selbst, sondern die Antikörper gegen das Virus fest", sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen rechnet Fischer innerhalb der kommenden Wochen.

Zeitgleich wird in Stuttgart zudem eine Antikörperstudie mit mindestens 1000 zufällig ausgewählten Menschen durchgeführt. Ziel ist es, anhand der Daten Kenntnis darüber zu gewinnen, wie stark sich das Coronavirus in der Bevölkerung ausgebreitet hat.

Simone Lohner

Bahn ab Juni wieder mit normalem Fahrplan

12:49
18.05.2020
Nach der coronabedingten Ausdünnung des Fahrplans im März fahren die Bahnunternehmen im Land ihr Angebot wieder auf das Normalmaß hoch. Zum Fahrplanwechsel Mitte Juni sollen im Regionalverkehr, von Ausnahmen etwa durch Baustellen abgesehen, wieder 100 Prozent der Verbindungen angeboten werden, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Vertreter der Betreiber Abellio, DB Regio, Go-Ahead und SWEG am Montag in Stuttgart ankündigten.

Um einen stabilen Verkehr gewährleisten zu können, war der Fahrplan im März je nach Netz um bis zur Hälfte ausgedünnt, Anfang Mai aber schon wieder etwas erweitert worden. "Wir haben die letzten zwei Monate im öffentlichen Verkehr gut gemeistert", sagte Hermann. Die Pünktlichkeit habe durchweg deutlich über 90 Prozent gelegen, die Ausfallquote unter einem Prozent. Allerdings lag auch die Auslastung der Züge anfangs bei unter 20 Prozent. Inzwischen ist auch sie wieder höher geworden, liegt aber noch weit unter den gewohnten Werten.

Was Pünktlichkeit und Ausfälle angeht, hoffen die Unternehmen, etwas aus der Krise mitnehmen und die Werte halten zu können. So seien Abläufe und Absprachen verbessert und Wartungstermine vorgezogen worden. "Wir haben nahezu unter Laborbedingungen Eisenbahn betreiben können", sagte der Chef der DB Regio Baden-Württemberg, David Weltzien. Daran gelte es anzuknüpfen. "Wir wollen nicht schlechter werden. Wir wollen das gute hohe Niveau halten", sagte Hermann.

Für die Probleme, die seit dem vergangenen Sommer im Nahverkehr aufgetreten waren, sollen betroffene Pendler wie angekündigt von Juni an eine finanzielle Entschädigung erhalten. Für die Corona-Zeit werde es zudem eine Entschädigung für Eltern geben, die das Schülerticket ihrer Kinder weiterbezahlt haben, sagte Hermann.

Simone Lohner