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SPD: Gebührenfreie Kitas

09:32
18.05.2020
Die SPD ist mit ihrem geplanten Volksbegehren für gebührenfreie Kitas in Baden-Württemberg vor dem Landesverfassungsgericht gescheitert. Das geplante Begehren sei unzulässig, entschied das Gericht am Montag in Stuttgart. Der Vorsitzende Richter, Malte Graßhof, sagte, der dem Volksbegehren zugrundeliegende Gesetzentwurf sei mit der Landesverfassung nicht vereinbar.

Die SPD hat Anfang vergangenen Jahres den Startschuss für das Volksbegehren gegeben, um Kitas im Land gebührenfrei zu machen. Sie sammelte die nötigen Unterschriften und reichte einen Antrag auf ein Volksbegehren ein. Das Innenministerium schob dem aber einen Riegel vor und führte damals rechtliche Gründe an: Sollte das Volksbegehren erfolgreich sein, würde dies den Etat des Landes wesentlich beeinflussen. Es seien keine Volksbegehren über Abgabengesetze möglich. Das Vorhaben der SPD widerspreche dem Grundgesetz und der Landesverfassung, so das Ministerium damals.

Bislang zahlen die Eltern in den Kommunen im Südwesten für die Betreuung ihrer Kinder unterschiedlich hohe Beiträge. Gäbe es keine Gebühren mehr, müsste das Geld aus dem Landesetat kommen. Nach Angaben der SPD geht es um etwa 529 Millionen Euro im Jahr - der Gemeindetag geht von einem höheren Betrag aus. Die grün-schwarze Regierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lehnte eine generelle Gebührenfreiheit für Kitas ab, weil sie fürs Land zu teuer sei.

SPD-Landeschef Andreas Stoch hatte bereits angekündigt, dass seine Partei das Thema gebührenfreie Kitas weiter vorantreiben will - unabhängig vom Ausgang des gerichtlichen Verfahrens. "Die Gebührenfreiheit bleibt auf unserer politischen Agenda ganz oben und darf auch nicht gegen den weiteren Ausbau von Kitaplätzen und die Qualitätsentwicklung ausgespielt werden", sagte er: "Familien müssen entlastet werden, das gilt nach der Corona-Krise umso mehr."

Simone Lohner

Fußball: "Task Force Zukunft 3. Liga"

07:49
18.05.2020
Im Streit um eine Saisonfortsetzung in der 3. Liga hat der SV Waldhof Mannheim Kritik des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgewiesen und die Gründung einer Taskforce angeregt. "Wir möchten an dieser Stelle vielmehr zur Rückkehr zur Sachlichkeit beitragen, die Forderung der Bundesregierung an den DFB aus der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz aufnehmen und unsere Unterstützung anbieten", heißt es in einem öffentlichen Brief auf der Facebook-Seite des Fußball-Traditionsclubs.

Mithilfe einer "Task Force Zukunft 3. Liga" soll an Zukunftskonzepten für die 3. Liga gearbeitet werden. "Denn es wird auch eine Zeit nach der Coronakrise geben, auf welche wir uns bereits heute vorbereiten sollten", schrieb Geschäftsführer Markus Kompp. Für die Kostenübernahme der Erarbeitung des Konzepts hat sich laut Kompp SVW-Präsident Bernd Beetz bereiterklärt.

An der Taskforce sollen nach den Vorstellungen des SVW-Geschäftsführers Experten für Ethik, Wirtschaft, Politik, Sportrecht, Marketing sowie Fanvertreter beteiligt werden.

Der DFB hatte am Freitag bekanntgegeben, dass der geplante Neustart der 3. Liga am 26. Mai nicht haltbar sei, da noch nicht alle Mannschaften ins volle Training einsteigen konnten. Wann und ob es weitergeht, ist noch unklar.

Simone Lohner