Letztes Update:
20210124142453

Maschinenbauer Dürr in Corona-Krise

11:38
14.05.2020
Der Corona-Lockdown in weiten Teilen der Welt setzt dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr spürbar zu. Im ersten Quartal sackte der Gewinn um knapp 60 Prozent auf 13,2 Millionen Euro ab, im zweiten sei auch ein Verlust nicht auszuschließen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen mit. Auch beim Umsatz musste Dürr im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang hinnehmen. Er ging vor allem wegen Corona-Einschränkungen in China um 11,3 Prozent auf rund 843 Millionen Euro zurück.

"Den Tiefpunkt des Geschäftsverlaufs erwarten wir im zweiten Quartal, für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer schrittweisen Verbesserung", sagte Vorstandschef Ralf W. Dieter.

Der Auftragseingang lag im ersten Quartal mit einem Volumen von gut 838 Millionen Euro um ein knappes Viertel unter dem Vorjahreswert. Ein für das erste Quartal vereinbarter Großauftrag aus der Autobranche sei verschoben worden, hieß es. Dürr stellt unter anderem Lackieranlagen für die Automobilindustrie her. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 16 500 Mitarbeiter.

Um Kosten zu sparen und damit das sinkende Geschäftsvolumen aufzufangen, seien Arbeitszeiten verkürzt, die Zahl externer Arbeitskräfte reduziert und Investitionen und weitere Ausgaben zurückgefahren worden, hieß es. "Wir sind robust aufgestellt und verfügen über genügend Mittel, um in der Krise sicher zu bestehen", sagte Dieter.

Simone Lohner

FDP zu Corona-Beschränkungen

11:35
14.05.2020
Die FDP im Landtag sieht die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nicht länger als gerechtfertigt an. "Man kann jetzt, glaube ich, davon ausgehen, dass diese Coronakrise zunächst mal beherrscht ist" sagte Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz in Stuttgart. In Baden-Württemberg gebe es mittlerweile mehr Intensivbetten als Infizierte. Insofern seien freiheitsbegrenzende und wirtschaftseinschränkende Maßnahmen nicht mehr gerechtfertigt.

In einem wirtschaftspolitischen Positionspapier fordern die FDP-Abgeordneten daher eine engagierte Öffnungspolitik und Konjunkturimpulse für die Wirtschaft. Die Fraktion schlägt zwei Sonderkonjunkturjahre mit steuerlichen Erleichterungen, Zuschüssen und Anreizen vor, um aus der Krise zu kommen. Außerdem fordert die FDP mehr Investitionen in Digitalisierung und den Abbau von Bürokratie.

Simone Lohner