Letztes Update:
20210124142453

Teile der Wilhelma bleiben geschlossen

05:50
11.05.2020
Die Stuttgarter Wilhelma öffnet sich nach fast zweimonatiger Corona-Schließung am Montag wieder für Besucher. Allerdings sind Teile des zoologisch-botanischen Gartens, der zu den größten Europas zählt, für das Publikum noch gesperrt, darunter die Gewächshäuser, das Amazonien-Haus und alle weiteren Gebäude. Auch der Streichelzoo und die begehbaren Volieren sind nicht zugänglich.
Und es gibt noch mehr Veränderungen: Um Menschenansammlungen zu vermeiden, sind Führungen und kommentierte Fütterungen gestrichen. Tickets können nur online gekauft werden, damit keine Warteschlangen entstehen. Auf dem Gelände besteht Maskenpflicht. Die Zahl der Buchungen ist auf 4000 am Tag begrenzt - an guten Wochenenden besuchen 15 000 bis 18 000 Menschen täglich die Wilhelma. "Je geduldiger und maßvoller wir die Öffnung angehen, umso größer ist die Chance, dass dieses Experiment dauerhaft gelingt", betonte Wilhelma-Chef Thomas Kölpin.
Nicht nur für die Menschen sei es wichtig, wieder Flora und Fauna genießen zu können. Auch für viele Tiere wie Affen, Raubkatzen und Seelöwen sei es eine willkommene Abwechslung, wenn sich der Park wieder mit Leben füllt. Kölpin erwartet eine große Nachfrage nach Eintrittskarten. Die Besucher können jetzt auch den während der Schließzeit geborenen Nachwuchs unter anderem bei den Totenkopf-Affen, den Gänsegeiern, den Kamerunschafen und den Poitou-Eseln anschauen. Die Wilhelma, ein Landesbetrieb, zeigt an die 11 000 Tiere aus 1200 Arten.

Simone Lohner

Grüne im Südwesten fordern Grenzöffnung

05:35
11.05.2020
Die Südwest-Grünen im Bundestag fordern in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Öffnung der Grenzen zu den Nachbarn. "Wir sollten den innereuropäischen Grenzverkehr grundsätzlich wieder zulassen und regeln, wer aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht einreisen darf", erklärte Harald Ebner, Sprecher der baden-württembergischen Grünen im Bundestag. "Die Ausnahmen, die jetzt gelten, sorgen für ein heilloses Durcheinander, das die Grenzbeamten und die Menschen überfordert."
In dem Schreiben vom Sonntag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert die Landesgruppe, die Grenzkontrollen infolge der Corona-Krise zusammen mit dem jeweiligen Nachbarland durchzuführen. Als Sofortmaßnahme sollte auch nicht verheirateten oder eingetragenen Lebenspartnern sowie Grenzpendlern der Übertritt wieder gestattet werden. Grenzschließungen als Mittel zur Eindämmung der Pandemie seien als erste Reaktion nachvollziehbar gewesen. Doch auch in Zeiten der Krise müsse unter Wahrung des Infektionsschutzes der Grenzübertritt innerhalb eines vereinten Europas möglich sein.
Wegen der andauernden Grenzkontrollen gerät Seehofer zunehmend unter Druck. Mehrere Ministerpräsidenten verlangen, die Grenzen etwa zwischen Deutschland und Frankreich endlich wieder zu öffnen. Seehofer ließ bisher keinen Willen erkennen, den Forderungen sofort nachzugeben. Aus seinem Haus hieß es, innerhalb der Bundesregierung bestehe Einvernehmen, die Kontrollen fortzusetzen - zunächst bis Freitag.

Simone Lohner