Letztes Update:
20210124142453

Corona-Auswirkungen auf Baustoffhersteller

05:27
07.05.2020
Der Baustoffhersteller HeidelbergCement hat die Corona-Krise zu spüren bekommen. Der Umsatz ging im ersten Quartal im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 3,93 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Heidelberg mitteilte. HeidelbergCement begründete dies neben einem geringeren Absatz vor allem mit einem Rückgang im Handelsgeschäft. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte in den ersten drei Monaten des Jahres hingen um drei Prozent auf 405 Millionen Euro zu. Zum Ergebnis unterm Strich machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.
HeidelbergCement hat wegen der Corona-Krise Ende Februar ein neues Sparprogramm aufgesetzt. Etwa mit weniger Personalaufwendungen, freiwilligen Gehaltskürzungen des Managements, Beschränkungen von Investitionen sowie geringerer Steuerzahlungen will das Unternehmen die Ausgaben um eine Milliarde Euro senken. Zudem will HeidelbergCement weniger an die Aktionäre ausschütten.

Simone Lohner

Botschaften über den Bildschirm

05:24
07.05.2020
Mit der Corona-Krise ändern Kommunen und das Land ihre Form der Kommunikation: Über Internet und soziale Medien sollen Bürger schnell an Informationen kommen. Videobotschaften und Online-Sprechstunden schaffen Nähe. Die Nachfrage sei groß, sagen Verantwortliche.

Immer mehr Kommunen im Südwesten nutzten Internet und soziale Medien zur Krisenkommunikation, sagte Gudrun Heute-Bluhm, Chefin des Städtetags Baden-Württemberg. Bürgermeister versuchten etwa mit Videobotschaften, Corona-Regeln und Lockerungen zu erklären und aktuelle Entscheidungen den Menschen nahe zu bringen. Dies stärke die Demokratie, zeigte sich Michael Wehner von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in Freiburg überzeugt: "Gerade in Krisenzeiten sind Regierende unter Rechtfertigungsdruck." Der Informationsbedarf sei hoch, Politik müsse sich erklären.
Auch die Landesregierung sei verstärkt aktiv, sagte Jana Höffner, Leiterin des Referats Online-Kommunikation im Staatsministerium. Die Internetseite des Landes werde seit Beginn der Corona-Krise täglich von bis zu 500 000 Menschen angeklickt - dies sei eine deutliche Steigerung. Zuvor sei die Zahl der täglichen Abrufe vierstellig gewesen. Nun liege sie stets im sechsstelligen Bereich.

Simone Lohner