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Umsätze regionaler Betriebe massiv eingebrochen

12:42
05.05.2020
Die ersten Ergebnisse einer neuen Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart zeigen, dass fast 90 Prozent der befragten Unternehmen mit Umsatzrückgängen für das Gesamtjahr rechnen. Ein Fünftel der Unternehmen rechnet damit, dass ihr Umsatz um über 50 Prozent zurückgeht. Fast 30 Prozent der Betriebe kalkulieren mit Umsatzeinbrüchen zwischen 25 und 50 Prozent.

Immerhin zeigt die Erlaubnis zur Wiedereröffnung im Einzelhandel und in anderen Branchen eine erste positive Wirkung: der Anteil der von einem Stillstand der Geschäftstätigkeit betroffenen Unternehmen ist auf 29 Prozent zurückgegangen – im Vergleich zu 42 Prozent in der letzten Umfrage Ende März. Die Öffnung eines Teils der Geschäfte zeigt eine erste Perspektive für die Wirtschaft auf. Dennoch steht immer noch jedes dritte Unternehmen still.

„Es muss auch für Betriebe, die nicht öffnen dürfen, wie die Hotel- und Gaststättenbetriebe sowie die gesamte Tourismusbranche, weitergehen. Bayern legt einen Fahrplan mit genauen Öffnungsdaten vor. Ein solcher Fahrplan fehlt unseren Unternehmen in Baden-Württemberg noch. Natürlich immer mit Blick auf den Schutz von Kunden und Mitarbeitern. Für eine Vielzahl der Unternehmerinnen und Unternehmer ist die aktuelle Situation weiterhin existenzbedrohend“, betont IHK-Präsidentin Marjoke Breuning.

Die existenzbedrohende Lage zeigt sich auch bei den Beschäftigungsplänen der Unternehmen. Nahezu jeder zweite Betrieb (45,1 Prozent) plant, Personal in den nächsten zwölf Monaten abzubauen. Ende März hatten nur rund 39 Prozent der teilgenommen Unternehmen angegeben Personal abbauen zu wollen.

Jan Geißler