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Konzerte am Stuttgarter Flughafen

07:26
05.05.2020
Ein Künstler, ein Zuhörer: Konzerte, die den Abstands- und Kontaktbeschränkungen der Corona-Zeit gerecht werden, finden am kommenden Wochenende am Stuttgarter Flughafen statt.

Einzelne Musiker des Staatsorchesters Stuttgart, des SWR-Symphonieorchesters und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst spielen dabei zehn Minuten lang für je einen einzigen Zuhörer. Schauplatz dieser "1:1 Concerts" am Freitag und Sonntag ist das ansonsten menschenleere Terminal 1.

In der Corona-Pandemie sei vieles nur noch digital möglich, viele Menschen würden aber echten persönlichen Kontakt und direkte musikalische Erlebnisse vermissen, teilten Flughafen und Staatsoper Stuttgart am Montag mit. Die "1:1 Concerts" böten "musikalische Intimität mit sicherem Abstand".

Alle Musiker spielen demnach ohne Honorar, mit den Einnahmen können freischaffende Musiker unterstützt werden. Vorbild für das Format mit kleinstmöglichem Publikum ist die Performance "The Artist Is Present" der Künstlerin Marina Abramovic.

Simone Lohner

Bergwacht: "Menschen zieht es in die Natur"

07:10
05.05.2020
Die Bergwacht in Baden-Württemberg bekommt das veränderte Freizeitverhalten der Menschen zu spüren. Nach mehreren Wochen der Corona-Zwangspause nehme die Mobilität in der Bevölkerung wieder zu, sagte eine Sprecherin der Bergwacht Schwarzwald. Immer mehr Menschen ziehe es bei frühlingshaftem und sommerlichem Wetter nach draußen in die Natur. Die Bergwacht Württemberg rief zu erhöhter Vorsicht auf. Freizeitaktivitäten sollten so gewählt werden, dass sie mit möglichst wenig Risiko verbunden sind. Rettungseinsätze seien für die Helfer wegen des Coronavirus mit einem höheren Aufwand verbunden.

"Wir stellen fest, dass es die Menschen wieder verstärkt nach draußen zieht", sagte die Sprecherin der Bergwacht Schwarzwald. Mit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus sei es im März und April im Freien auffallend ruhig gewesen, die Zahl der Notfall- und Rettungseinsätze sei im Vergleich zu den entsprechenden Monaten der Vorjahre deutlich zurückgegangen. Nachdem Corona-Regeln gelockert wurden, werde nun mit einem Anstieg der Zahlen gerechnet.

Unfälle gebe es vor allem beim Wandern, Mountainbiken und Klettern, sagte ein Sprecher der Bergwacht Württemberg in Göppingen. Der Druck auf die Retter bleibe hoch. 

Die beiden Bergwacht-Organisationen Schwarzwald und Württemberg sind für den Rettungsdienst im unwegsamen Gelände in Baden-Württemberg zuständig. Sie rücken nach eigenen Angaben jährlich zu knapp 2000 Notfällen aus. Rund die Hälfte der Einsätze verzeichnet die Organisation im Sommer - Tendenz steigend. Die Bergretter im Südwesten arbeiten ehrenamtlich.

Simone Lohner