«Jetzt handeln - Klatschen reicht uns nicht!» - unter diesem Motto
fordern fast 300 Arbeitnehmervertreter des Sozial- und Gesundheitswesens im Südwesten von der Landesregierung eine
Prämie von 500 Euro im Monat. Vor allem aber soll ihr Bereich auch nach der Corona-Pandemie nicht vergessen, sondern
Arbeitsbedingungen und Einkommen verbessert werden. «Die Pandemie l
egt die Mängel schonungslos offen», sagte Verdi-Bezirksleiter Martin Gross am Donnerstag in Stuttgart. Man sehe wie unter einem Brennglas die Probleme des Gesundheitswesens. Die Folgen seien schlimm für alle.
Unterzeichnet wurde der fast
drei Seiten lange Brief von 288 Arbeitnehmervertretern in Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen des Landes. Ihr Alltag sei ohnehin schon schwer gewesen, nun aber sei
die Grenze endgültig erreicht, berichteten die Verantwortlichen in einer Online-Pressekonferenz. Auch ein Video haben sie gedreht mit Berichten über ihren momentanen Alltag. Den Brief haben sie am Montag abgeschickt. Von der Landesregierung gab es bis Donnerstagmittag
noch keine Reaktion.
Jakob de Santis