Letztes Update:
20210124142453

Metallbranche besonders von Kurzarbeit betroffen

15:03
24.04.2020
In der Metall- und Elektrobranche im Südwesten sind einer Erhebung der IG Metall zufolge mehr als drei Viertel aller Betriebe aktuell von Kurzarbeit betroffen. Mit einer Quote von fast 78 Prozent sei Baden-Württemberg in der Coronavirus-Krise überproportional betroffen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Bundesweit liege der Anteil bei gut 70 Prozent.

«Die Ergebnisse bestätigen unsere Befürchtungen, dass die Betroffenheit das Niveau der Krise 2008/2009 übertrifft», sagte Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Bedenklich sei vor allem, dass in jedem zweiten betroffenen Unternehmen davon ausgegangen werde, dass die Kurzarbeit noch sechs weitere Monate oder länger dauern werde.

Jakob de Santis

Land finanziert neue Studie über Kinder, Infektionen und Corona

14:00
24.04.2020
Die Rolle von Kindern bei der Ausbreitung des Coronavirus ist nach wie vor weitgehend ungeklärt. Mit einer Studie wollen die vier baden-württembergischen Universitätskliniken im Auftrag des Landes nun ein wenig Klarheit schaffen. Es soll unter anderem untersucht werden, wie häufig Jungen und Mädchen von Covid-19 betroffen sind. «Wir müssen rasch klären, ob wir bei Kindern eine andere Ausgangslage haben als bei Erwachsenen», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. «Daraus können wir Rückschlüsse ziehen für wichtige Fragen, wie das Virus auf die Gesellschaft wirkt.»

Erste Analysen haben bereits auf eine vergleichsweise geringe Beteiligung von Kindern am Infektionsgeschehen hingewiesen. Unter den erfassten Covid-19-Fällen hätten Kinder nur einen sehr kleinen Anteil, heißt es unter anderem von der EU-Gesundheitsbehörde ECDC.

Jakob de Santis

Gemeinden und Landkreise dürfen per Video tagen

13:30
24.04.2020
Gemeinden und Landkreise sollen in besonderen Lagen wie zum Beispiel der Corona-Pandemie auch über Videokonferenzen tagen dürfen, wenn die Abgeordneten nicht im Parlament zusammenkommen können. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, auf den sich Grüne und CDU nach Angaben vom Freitag geeinigt haben und der auch für die kommunalen Zweckverbände und die Sparkassengremien gültig sein soll. Demnach sind virtuelle Sitzungen bis Ende des laufenden Jahres auch möglich, ohne die Hauptsatzung zuvor zu ändern. Der Gesetzentwurf soll Ende April und Anfang Mai im Landtag beraten und beschlossen werden.

Bislang gilt eine Präsenzpflicht, wenn zum Beispiel Gemeindeparlamente tagen. Deshalb waren die Gemeinderäte in den vergangenen Wochen unter anderem in Mehrzweckhallen ausgewichen oder hatten unter freiem Himmel getagt, um die Abstandsregeln einzuhalten.

Jakob de Santis