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20210908132945

Warum im Osten weniger geimpft wird

13:29
08.09.2021
Jetzt schnell impfen - oder es wird ein schlimmer Corona-Herbst: Mit diesem Appell meldete sich erst der Virologe Christian Drosten, dann stimmte der Ostbeauftragte Marco Wanderwitz mit ein.

Die Corona-Impfquoten reichen bundesweit nicht für ein Ende der Pandemie - besonders niedrig aber sind sie in Ostdeutschland. Das bundesweite Schlusslicht Sachsen liegt fast 20 Prozentpunkte hinter Spitzenreiter Bremen. Warum ist das so? Und was lässt sich tun? Antworten sind nicht ganz einfach und doch politisch brisant. Alles dazu lesen Sie hier.

Julia Hawener

Spahn warnt vor „Pandemie der Ungeimpften“

11:37
08.09.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut an die noch nicht gegen das Coronavirus geimpften Menschen appelliert, sich immunisieren zu lassen. „Jede Impfung entscheidet, wie sicher wir durch den Herbst und Winter kommen“, sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. Man sehe derzeit eine „Pandemie der Ungeimpften“. Mehr...

Julia Hawener

Lehrerverbände rechnen wieder mit Fernunterricht

10:55
08.09.2021
Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft rechnet damit, dass wegen mangelnder Corona-Schutzmaßnahmen im Herbst wieder Schulen schließen müssen. „Meine Befürchtung ist, dass wir im Herbst wieder über Fernunterricht reden werden“, sagte GEW-Landeschefin Monika Stein am Mittwoch in Stuttgart. Die Verantwortung dafür liege bei Bund, Land und Kommunen, die nicht genügend in Schutzmaßnahmen investiert hätten. „Alle drei haben zu wenig dafür getan, Schulen so sicher wie möglich zu machen.“

Stein bekräftigte ihre Forderung, alle Klassenzimmer mit Luftreinigungsgeräten auszustatten. „Ein Lockdown würde sich dadurch vermeiden lassen.“ Das Land und die Kommunen müssten hier viel schneller handeln. „Ich bin mehr als sauer an dieser Stelle.“ Sie sprach sich gegen die Pläne von Bund und Ländern aus, die Lehrkräfte zu einer Impfauskunft zu verpflichten. „Wir halten da nichts davon“, erklärte die Gewerkschaftschefin. „Wir wollen nicht, dass sensible Gesundheitsdaten abgefragt werden.“ 

Die GEW sowie der Berufsschullehrerverband dringen auf regelmäßige Lolli-PCR-Tests in den Schulen. Dieses Tests seien sicherer als die zwei wöchentlich geplanten Antigen-Schnelltests. Wenn die grün-schwarze Regierung dies aus finanziellen Gründen verweigere, sei das „beschämend“, sagte Stein. Bleibe die Landesregierung bei ihrem Plan, bei einem Corona-Fall alle anderen Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang zu testen, müsse auch dies mit PCR-Tests geschehen. Die grün-schwarze Regierung überprüft derzeit, ob bei einem Corona-Fall in einer Klasse nicht doch auch wieder direkte Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. Hier lesen Sie mehr zum Thema.

Jakob de Santis