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20210124142453

Gymnasiallehrer kritisieren grundsätzliche Versetzung

05:33
21.04.2020
Die Gymnasiallehrer im Südwesten sehen eine grundsätzliche Versetzung von Schülern in das nächste Schuljahr kritisch. «Wenn alle Schüler versetzt werden, kommt das dicke Ende eben im nächsten Jahr», sagte Ralf Scholl, der Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg. Keinem Schüler dürften wegen der aktuellen Situation Nachteile entstehen. «Aber von vornherein zu sagen, dass kein Schüler sitzenbleiben dürfe, finde ich nicht angemessen. Jedenfalls nicht im Gymnasium.»

Das Kultusministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass alle Schüler grundsätzlich in das nächste Schuljahr versetzt werden sollen. 

Der Landeselternbeirat begrüßte die Entscheidung. «Schülerinnen und Schüler sollen durch die aktuelle Situation keine Nachteile haben», sagte Verbandschef Carsten Rees. Es sei nicht zu verantworten, Schüler ohne solide Leistungsbewertung sitzenzulassen. «Man kann sich doch nicht ehrlich hinstellen und Bewertungen abgeben wollen über Unterricht, der nicht stattgefunden hat.» 

Jakob de Santis

Amateurfußball: Noch keine Entscheidung über Abbruch

16:38
20.04.2020
Der Württembergische Fußballverband (wfv) will frühestens Anfang Mai über eine Fortsetzung des Spielbetriebs im Amateurfußball entscheiden. Einen möglichen Abbruch der Saison hielte der wfv zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. «Nach unserer aktuellen Spielordnung dauert das Spieljahr bis 30. Juni 2020. Es erscheint rechtlich problematisch, bereits jetzt unwiderruflich darüber zu entscheiden, bis dahin auch dann nicht mehr zu spielen, sollte es rechtlich wieder möglich werden», heißt es in einer wfv-Mitteilung am Montag.

Derzeit werde extern geprüft, welche rechtlichen Fragen sich aus einem vorzeitigen Saisonende ergeben würden. Auch die Beratungen zwischen Bund und Ministerpräsidenten am 30. April sollten abgewartet werden. «Erst dann wird Klarheit herrschen, inwieweit das derzeitige Trainings- und Spielverbot im Fußball aufrechterhalten wird», heißt es in der Mitteilung weiter.

Jakob de Santis