Letztes Update:
20210124142453

Tausende Verbraucher beantragen Kredit-Aufschub

06:20
17.04.2020
Tausende Verbraucher haben in der Corona-Krise den Aufschub von Zahlungen für Kredite beantragt. Allein die baden-württembergischen Sparkassen setzten bislang nach Verbandsangaben Raten von knapp 30.000 Kreditnehmern aus. Seit 1. April müssen Banken Verbrauchern, die wegen der Krise in Not geraten sind, die Zahlung von Zins, Tilgung oder Rückzahlung von Konsumenten- und Immobilienkrediten für drei Monate stunden.

Der Präsident des Sparkassenverbands, Peter Schneider, sagte in Stuttgart: «Für die betroffenen Firmen- und Privatkunden ist das die erste Hilfe.» Dafür gingen die Sparkassen über den gesetzlich vorgegebenen Zeitraum von drei Monaten hinaus und böten ihren Kunden an, die Darlehensraten bis zu sechs Monate auszusetzen. Allein in Baden-Württemberg haben die Sparkassen bis heute ihren Privatkunden über 12.400 Darlehen und damit mehr als 27 Millionen Euro gestundet, wie Schneider berichtete. Bei den Gewerbekunden seien es in knapp 17.000 Fällen über 400 Millionen Euro.

Jakob de Santis

Eisenmann: Lange Corona-Folgen für Schulen

05:44
17.04.2020
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) rechnet nach den Schulschließungen in der Corona-Krise nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität in den Schulen. «Wir werden sicher auch noch im nächsten Schuljahr mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben», sagte die Ministerin dem Nachrichtenmagazin «Focus» (Freitag). Wegen der wohl langfristig notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln werde es «mutmaßlich noch längere Zeit keinen ganz normalen Schulbetrieb» geben.

Der Schulbetrieb im Südwesten soll ab 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden. Um nach den Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie zu große Abstände zwischen lernstarken und lernschwachen Schülern zu verhindern, erwägt Eisenmann zusätzliche Förderangebote für die Sommerferien. «Dann soll es die Möglichkeit zu Sommerkursen geben», sagte die Ministerin.

Jakob de Santis