Letztes Update:
20210124142453

Brauereien liefern Alkohol für Desinfektionsmittel

05:58
16.04.2020
Weil der Bedarf an hochprozentigem Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln wegen der Coronavirus-Pandemie sehr hoch ist, beteiligen sich zahlreiche Brauereien an der Zulieferung. Bei der Lammbrauerei Hilsenbeck in Gruibingen (Kreis Göppingen) kommt der begehrte Rohstoff direkt aus dem Sudkessel, bei anderen ist er ein Abfallprodukt der Herstellung von alkoholfreiem Bier.

In den vergangen Tagen hat Lammbrauerei-Chef Hans-Dieter Hilsenbeck mehrfach Maische mit Turbohefe angesetzt, um gezielt Ethanol für die Apotheken in der Region herzustellen. Zwischengeschaltet ist eine Brennerei, um den Alkohol von gut 13 auf etwa 80 Prozent zu konzentrieren. «Wir haben schon einige Hundert Liter verteilt», sagte Hilsenbeck. Weitere Bestellungen seien eingegangen.

Jakob de Santis

Baden-Württemberg sucht seinen Weg aus dem Shutdown

05:34
16.04.2020
Nach fast vier Wochen werden erste Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in Deutschland gelockert - das private und öffentliche Leben bleibt dennoch stark eingeschränkt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, dass kleine und mittlere Geschäfte ab nächster Woche wieder öffnen dürfen. Schulen sollen für einige Jahrgänge ab dem 4. Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen. Die wegen der Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen wurden bis mindestens 3. Mai verlängert.

Die Landesregierung muss die Beschlüsse nun umsetzen. Das Kabinett berät am Donnerstag über die Ausgestaltung. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will im Anschluss (12.30 Uhr) gemeinsam mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) die Öffentlichkeit per Videostream über die Lage informieren.

Jakob de Santis

Ansprache des Ministerpräsidenten Kretschmann

16:38
15.04.2020
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die nur langsame Rückkehr in die Normalität wegen der Corona-Krise gerechtfertigt. Wenn man alles schon jetzt wieder gleichzeitig öffnen würde, wären der «Sog in die Innenstädte und Shopping-Center zu groß» und das Risiko einer erneuten Infektionswelle zu hoch, sagte Kretschmann nach Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch. «Wir fahren auf Sicht, weil es solch eine Pandemie ja noch nie gab.»

Kretschmann warnte vor einer zweiten Infektionswelle. Nur mit einem schrittweisen Vorgehen habe der Staat die Möglichkeit, den Verlauf der Pandemie zu steuern und gegebenenfalls das Vorgehen zu korrigieren. Deshalb werde man sich langsam vortasten und das Handeln immer wieder aufs Neue überprüfen.

Nicole Rabus