Weil der Bedarf an hochprozentigem Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln wegen der Coronavirus-Pandemie sehr hoch ist, beteiligen sich zahlreiche Brauereien an der Zulieferung. Bei der Lammbrauerei Hilsenbeck in Gruibingen (Kreis Göppingen) kommt der begehrte Rohstoff direkt aus dem Sudkessel, bei anderen ist er ein Abfallprodukt der Herstellung von alkoholfreiem Bier.
In den vergangen Tagen hat Lammbrauerei-Chef Hans-Dieter Hilsenbeck mehrfach Maische mit Turbohefe angesetzt, um gezielt Ethanol für die Apotheken in der Region herzustellen. Zwischengeschaltet ist eine Brennerei, um den Alkohol von gut 13 auf etwa 80 Prozent zu konzentrieren. «Wir haben schon einige Hundert Liter verteilt», sagte Hilsenbeck. Weitere Bestellungen seien eingegangen.