Letztes Update:
20210124142453

Minister warnt: Nahrungsergänzungsmittel kein Heilmittel gegen Corona

11:39
14.04.2020
Nahrungsergänzungsmittel schützen nicht vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) warnte am Dienstag vor unlauteren Werbeaussagen. «Nahrungsergänzungsmittel können generell weder Erkrankungen verhindern noch heilen», betonte er. «Sie sind Lebensmittel und dienen dazu, die allgemeine Ernährung zu ergänzen.» Auch Online-Marktplätze und Social-Media-Betreiber wurden laut Hauk sensibilisiert, ein Auge auf solche Produktangebote sowie die entsprechende Werbung zu werfen.

«Schwarze Schafe und Betrüger nutzen die aktuelle Krisensituation insbesondere im Onlinehandel aus, um Kasse zu machen»
, heißt es bei den Untersuchungsämtern für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit. Es gebe keine seriösen Studien über eine solche Wirksamkeit von Vitaminen, Mineralstoffen oder bestimmten Pflanzen.

Jakob de Santis

Zwei Covid-19-Fälle im Pflegeheim Oberesslingen

10:05
14.04.2020
Kurz vor Ostern wurden zwei Heimbewohner des Pflegeheims Oberesslingen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die betroffenen Bewohner befinden sich bereits seit dem Zeitpunkt, als die ersten Symptome bemerkbar wurden, vorsorglich in Quarantäne und sie werden seitdem nur noch mit Schutzausrüstung betreut. Das gaben die Stadt Esslingen und die Städtischen Pflegeheime Esslingen am Dienstagmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Beide Bewohner leben in einer der vier Hausgemeinschaften des Pflegeheimes und verfügen über ein eigenes Zimmer mit einem eigenen Sanitärraum. „Diese moderne Ausstattung verbunden mit dem Konzept der Hausgemeinschaften, die sich auch hauswirtschaftlich weitgehend selbst versorgen, erleichtern jetzt das Ergreifen von Quarantänemaßnahmen und die Absonderung innerhalb des Pflegeheimes erheblich“, betonte Thilo Naujoks, Geschäftsführer der Städtischen Pflegeheime Esslingen.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurden über die Osterfeiertage nahezu alle Beschäftigten sowie 18 Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, die ebenfalls Kontakt zu den infizierten Bewohnern hatten oder die leichte Symptome zeigten, getestet. Die Testergebnisse liegen noch nicht vor. Den beiden erkrankten Bewohnern geht es den Umständen entsprechend gut. Bei einem der beiden verläuft die Erkrankung wie bei einer Grippe. Bei dem anderen Bewohner, der sich bereits vor der Infektion in einem sehr schlechten Allgemeinzustand befand, war die Situation zunächst kritisch, er hat sich aber stabilisiert. Pflegekräfte, die 48 Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome mit der Pflege und Betreuung der beiden infizierten Bewohner betraut waren, müssen nun auf Anordnung des Gesundheitsamtes ebenfalls in Quarantäne

Patrick Kuolt