Normalerweise geht Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Kampfposition, sobald jemand an der Entscheidungshoheit der Länder über die Schulpolitik rüttelt. Dabei ist ihm egal, ob Parteifreunde aus dem Bundestag mehr Mitsprache fordern, oder ob die Bundesregierung Millionen für Schulversuche locker macht.
Trotzdem ist Kretschmann jetzt dafür, dass der Bund im Infektionsschutzgesetz auch Regeln für die Schulen trifft. Beim Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen in Heilbronn hat er zwar ein paar polemische Spitzen gegen den „Einheitswahn“ in der Corona-Politik abgeschossen. Gleichzeitig betonte er aber, wie wichtig es sei, angesichts der Pandemieentwicklung auch bei Schulen einheitlich zu handeln. „Das wird jetzt der Bund regeln und dann machen wir brav und artig alles so, wie der Bundestag das für richtig hält“, kündigte Kretschmann an. Abstrakten Föderalismusdebatten erteilte er eine Absage. Den ganzen Artikel lesen EZ-Plus-Abonnenten hier.