Die von Bund und Ländern geplante Schließung der Lebensmittelgeschäfte am Gründonnerstag stößt im Handel auf Unverständnis. Die Branche befürchtet dadurch nur noch mehr Andrang und noch mehr Schlangen an den verbleibenden Einkaufstagen vor dem Fest - besonders am Mittwoch und Samstag.
„In der Kalenderwoche vor Ostern ist die Kundenzahl erfahrungsgemäß sehr hoch. Eine zusätzliche Schließung des Lebensmitteleinzelhandels am Gründonnerstag wird aus unserer Sicht nicht zu der erhofften Entzerrung der Einkaufstätigkeiten führen, sondern eher zu einer Verdichtung der Einkäufe in der ersten Wochenhälfte sowie am Ostersamstag“, warnte etwa der Discounter Aldi-Süd.
Noch härter fiel das Urteil der Drogeriemarktkette Rossmann aus, die nach den Beschlüssen von Bund und Ländern wohl auch am Ostersamstag nicht öffnen darf. „Die Politik hat sich mit diesem Beschluss leider von der Lebensrealität der Menschen entfernt. Wir sehen mit großer Sorge auf die kommende Woche und erwarten einen Kundenansturm, der sowohl für unsere Kundinnen und Kunden als auch unsere Mitarbeitenden zu einer enormen Herausforderung werden dürfte“, sagte der Geschäftsführer der Drogeriemarktkette Rossmann, Raoul Roßmann. Die Auswirkungen auf das Pandemiegeschehen würden letztlich eher negativ sein. Mehr dazu...